Guruyoga, die Praxis der grünen Tara


In der Welt des tibetisch Buddhissmus gibt es, basierend auf den hinduistischen und vorbuddhistischen Traditionen zahlreiche machtvolle Gottheiten.

Sie symbolisieren Energien und Qualitäten von Weisheit, die in uns allen vorhanden sind: Mitgefühl, Klarheit, Kraft, Liebe und authentische Selbstbestimmtheit. Sie sind Vorbilder für Freiheit die auf Selbsterkenntnis und Selbstdurchdringung basiert und auch vor der Macht des Zerstörens nicht zurückschreckt, was an Hindernissen auf diesem Weg an unheilsamen Qualitäten zerstört werden muss. Die Kraft dieser Buddhas und Göttinnen richtet sich immer auf das Erwachen: aus Täuschungen, Illusionen, Konzepten, Ansichten und Meinungen. Die Beschreibung eines Erwachten Zustandes könnte bedeuten das wir alle unsere inneren und äußeren  Hindernisse überwunden, und alle unsere Fähigkeiten zur Entfaltung gebracht haben.

 

Die grüne Tara  ist eine sehr beliebte weibliche Buddha des tibetischen Buddhismus.
Sie ist eine Verkörperung des klugen Handelns aus Mitgefühl (Karma Familie, Luftelement im Norden, grün).
Sie gilt als die schnelle Befreierin, Beschützerin, Wunscherfüllerin.
Eine Legende sagt das Sie aus dem See der Tränen des Avalokitesvara geboren wurde, die dieser weinte als er das Leiden der Wesen realisierte.
Eine andere Legende sagt, das Sie als Frau komplette Erleuchtung fand und das Versprechen ablegte nur als Frau wiedergeboren zu werden, um der weiblichen Weisheit zur Blüte zu verhelfen.
Auch wirkt die grüne Tara nicht allein, Sie ist in Begleitung ihrer 21 Schwester die allesamt Erwachte Buddhas sind und alle anderen Aspekte des Mandalas abdecken.
Wie können wir uns einer solch starken Göttin annähren? Wie kann Sie uns helfen, heilen, Vorbild sein? Wie kann Sie unser Vertrauen stärken?

Eine tibetisch tantrische Meditation (Sadhana) hat immer die gleiche Grundstruktur, je nach Gottheit (zornvoll oder friedvoll) gibt es jedoch viele Variationen.

Man kann Sie kurz machen oder lang,

Die Grundstruktur ist:

1.Anrufung der Gottheit
2. Zuflucht.
3. Die Praxis der 7. Zweige

4. Opfergabendarbringung

5. Reinigungspraxis

6.Vereinigung mit Tara im Herzen, Mantrarezitation
7.Wunschpraxis

8. Widmung

 

 

Und es sind folgende Fragen zu beantworten:

Wofür ist die Praxis mit einer Göttin gut?
Was bedeutet und wofür Zuflucht? Zuflucht zu wem und warum?
Wer bitteschön ist der Raum der Wirklichkeit aus dem die grüne Tara auftaucht?
Wieso soll man sich in einem vollen Leben auch noch eine Frau aus grünem Licht vorstellen, hab ich nicht genug andere Sorgen?
Wie funktioniert die Reinigung mit den drei Lichtern und wofür ist das gut?
Warum soll ich der Tara mein Leben schenken und was haben wir davon (Opfergabendarbringung)?
Im Herzstück der Praxis werde ich selber zur Tara und alle Grenzen lösen sich auf, es bleibt das Keimsilbenmantra im Herzen, es gibt nur noch Licht und Klang. Kann ich mich dabei nicht verlieren?
Wie geht die Wunschpraxis und wofür die Widmung?

Was steht dahinter wenn ich diese Praxis zum Wohle aller Wesen mache?