Rishikesh

Shiva in Rishikesh
Shiva in Rishikesh

 

Zwischen zwei Touren „Buddha Steps“ nach Delhi – Varanasi – Bodhgaya fuhr ich einige Tage nach Rishikesh. Man nimmt den Zug von Delhi ca. 5 Std. nach Haridwar, von dort mit dem Taxi nach Rishikesh.

Indiens Bahn hat das dritt längste Schienennetz der Welt und auf den Bahnhöfen lernt man das echte Indien kennen. Nichts für sensible Nasen, Ohren, Augen und saubere Hosen aber eine weit verbreitete Art zu reisen. Wenn ich dann morgens um 5.30 im Halbdunkel auf dem Bahnsteig stehe und graue in Decken gehüllte Gestalten erheben sich aus dem Schlaf und beginnen Ihre erste Bettelrunde und strecken Ihre Armstümpfe aus – puhh das ist immer wieder mühselig.

Aber ich wollte nicht in Delhi bleiben, es ist ein halbmoderner 14 Millionen Moloch und für mich hat die Stadt über der die typische asiatische grau gelbe Großstadt Dunstglocke hängt kaum Flair, obwohl mich das National Museum of India am Janpath mit seiner großen Skulptur und Malerei Sammlung richtig begeistert hat.

Ich bin etwas Großstadt müde, es sind einfach sehr viele Menschen. Varanasi ist chaotisch, bunt, laut, dreckig und überall tritt man in Kuhscheiße. Ich halte die Tiere nicht für heilig sondern für verwöhnt und doof. Als ich das einer Kuh gesagt habe die sich auf einer übervollen Hängebrücke in Rishikesh breit machte so das keiner mehr durchkommt (man versucht auch die Tiere nicht zu berühren und jeder macht Platz) hat sie mich angeschaut und auf mein Kleid gerülpst – blöde Kuh!!

 

Rishikesh liegt wunderbar am Eingang des Himalaya. Hier kommt die heilige Mutter Ganga gletscherblau von den Bergen geflossen, hier ist Sie breit wie die Mosel und hat eine starke Strömung. Morgens und abends weht ein kraftvoller Wind das Tal hinab und bringt frisch milde Luft von Nanda Devi und Kailash. Auch die kühlen Nächte zeugen von den nahen Bergen. Grosse Vishnu und Rama Tempel ziehen Ströme von indischen Pilgern an, die alle über diese besagt Hängebrücke laufen. Viele Yoga Ashrams indischer Gurus und Yoga Traditionen locken hingegen ein interessantes junges internationales Yogapublikum an. Man kann in einem Monat ein Teacher Training machen (die 200 Std. Yoga Alliance Ausbildung) oder sich im Maharishi, Bakhti, Kriya oder Shivananda Yoga Ashram einloggen. Einige folgen einem festen Lehrer, andere schnüffeln in die Klassen von Iyengar, Hatha oder Asthanga Styl. Das habe ich auch getan. In einem wunderbaren lichten Yogaraum direkt an der Ganga, groß, neu, sauber, in der Yoga and Meditation Association of India habe ich alle 3 Public classes besucht.

Morgens 2 Stunden Hatha Yoga, abends 2 Stunden Asthanga die erste Serie, danach Pranayama und Meditation. Ach wie gut hat das getan mal selber wieder beübt zu werden und es war lustig zwischen diesen wachen und lernbegierigen 25 Jährigen zu üben.

Klar das der Lehrer sieht das ich erfahren bin, klar das ich gefragt habe ob er nicht einen Senior Teacher für seine Ausbildung braucht, klar das ich eine Probestunde unterrichtet habe, klar das alle begeistert waren, klar das ich einsteigen könnte.

Immer wieder schön Chancen und Perspektiven zu haben auch wenn es das entscheiden schwer macht – mal sehen.

Dieweil vertiefe ich mein Verständnis über die Indische Kultur und Religon und finde dieses Land immer noch sehr spannend. Dennoch gehört meine Liebe nach Nepal und Tibet auch wenn es in Kathmandu an Wasser fehlt. Apropos, nach der nächsten Tour wollte ich eigentlich nach Kathmandu für 17 Tage (soviel Tage habe ich dieses Jahr noch auf Touristen Visum Basis) aber ich werde umbuchen und Strandferien in Goa machen. Der Gedanke sprudelt wie Champus in meinen Adern saubere Luft und Ozean. Danach freue ich mich auf Zimtsterne und Glühwein und Weinachten zu hause.

baden in clean mother Ganga
baden in clean mother Ganga

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