Die Einäscherung Tenga Rinpoches

Im Benchen Kloster nahe der Swayamu Stupa in Kathmandu ist seit Wochen reges Leben. Am 30.März hat der verehrte Tenga Rinpoche seinen letzten Atemzug getan und sich in Thugdam begeben, jenen Zustand, von dem gesagt wird, dass sich das feine Bewusstsein im Herzen des Verstorbenen mit dem Dharmadhatu verbunden hat. In den letzten Tagen vor seinem Tod war er bedingt durch seine zweite Beinamputation so voller Schmerzen gewesen, dass ein stilles Liegen oder Sitzen nicht möglich gewesen war.

Doch am Ende hatte Rinpoche sich aufrecht hingesetzt, seine Atmung war besiegt, das Herz hatte auf zu schlagen gehört, und er verweilte für 4 Tage im Thugdam Zustand. Begleitet von einem heftigen Gewitter über Katmandu hatte sein Bewusstsein dann den Körper verlassen. Dieser war dann einbalsamiert worden und konnte täglich besucht werden.

 

Tenga Rinpoche hatte das Benchen Kloster wohl organisiert hinterlassen. Sein letzter Wille war detailliert und genau geäußert, sowohl was die anstehende Verbrennungszeremonie als auch die Organisation und Zukunft des gesamten Klosters angeht. Er hatte „seinen Stall“ bestens aufgestellt und aufgeräumt.

 

Rinpoche liebte das Herzsutra, und so wurden die ohnehin geplanten Unterweisungen von Sangye Nyenpa Rinpoche, einem der wichtigsten Lehrer des 17. Karmapa, über ca. 3Wochen in einem großen Zyklus gegeben. Das 800.000 Zeilen Mantra und alle weiteren, Lung, Wang und Kommentar, Einweihungen in die Weiße und Grüne Tara.

Viele Tibeter und westliche Schüler waren anwesend. Und im ersten Stock saß der Verstorbene und gab das ergreifendste Teaching durch seine Anwesenheit.

 

Dann begannen die 49 Tage der Bardo-Belehrungen und der Rituale und Rezitationen zum Geleit durch den Zwischenzustand.

Der Zeitpunkt der Verbrennung wurde auf den 18.5 festgelegt, worauf die westlichen Schüler und Freunde Ihre Flüge buchten. Die VIPS und Creme de la Creme der tibetisch-buddhistischen Welt reisten an.

Das Benchen Guesthouse war ausgebucht, die Stimmung leicht, lebendig, tief und bezaubernd.

Dann wurde zwei Wochen vor der Verbrennung wegen ungünstiger astrologischer Konstellationen der Termin um 5 Tage nach hinten verschoben auf den 23.Mai.

Viele der Angereisten konnten ihre Flüge nicht mehr umbuchen und waren dann letztendlich nicht mehr dabei. Aber auch die Tibeter waren eingeschränkt reisefähig, da Nepal kurz vor dem Termin, an dem im Parlament die Verfassung verabschiedet werden sollte, ständig durch Generalstreiks lahmgelegt war. Nichts lief, kein Auto, Bus oder Moped.

 

So war es am Tag der Verbrennung selber sehr still, weich und konzentriert.

Am frühen Morgen wurde zum Abschied der Leichnam Tenga Rinpoches noch einmal um den Swayambu Stupa getragen, ein Abschied im feucht dunstigen Morgennebel, eingebettet in eine große Menschenmenge, die dann weiter zog.

Im Hof des Benchen Klosters wartete ein fein bemalter Stupa, blütenweiß.

Drum herum Altare in den Himmelsrichtungen als Ausdruck des Mandalas der Fünf Buddha-Familien. Für die Rituale waren Lamas und Mönche platziert worden: aus dem Benchen Kloster Tsike Chokling Rinpoche, Chökyi Nyima Rinpoche und Tulku Yönten des Thrangu Klosters und die dazugehörenden Mönche.

Alle wurden mit Frühstück, Mittag und Abendbrot verköstigt, und die gelben Tüten mit dem Tsog-Opfergaben vom Vortag, an dem der Bardo-Zyklus beendet worden war, hatte jeder in der Hand.

Das Feuer wurde rasch entzündet, und ich hatte das Gefühl, dass Tenga Rinpoche bestimmt froh war, dass der ganze Prozess endlich beendet wurde. Sein Körper sah schon recht mitgenommen aus.

Es wurde sehr heiß rund um den Stupa, der das Inferno, das sich in ihm abspielte, ganz rein und weiß umschloss. Mit großer Sorgfalt wurden die Opfergaben nach und nach in das Feuer gegeben. Die Zeremonie an sich dauerte ca. 3 Stunden und hatte einen konzentrierten und zügigen Verlauf.

Danach löste sich alles langsam auf, man ging essen, pflegte Kontakte oder ruhte ein wenig nach dem intensiven Erlebnis. Das Vajra Hotel war in diesen Tagen wie eine Oase, in der sich die europäische Gemeinde versammelte, in Garten entspannte oder sich abends zum Essen traf.

Die Tage des Abschieds von Tenga Rinpoche waren wundervoll, reich und auf eine Art und Weise auch fröhlich.

Möge seine Wiedergeburt bald von Karmapa gefunden werden und zu uns zurückkehren!

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Kommentare: 13
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